1754, Februar 5

1754, Februar 5, Hermannstadt: Samuel v. Brukenthal bittet seinen Onkel Daniel Conrad v. Heydendorff um Zusendung versprochener alter Münzen.

 

Orig. im Heydendorffschen Familienarchiv, hier auszugsweise abgeschrieben.
Bezug: Biographie, 2. Bd., S. 287f., bes. Anm. 11f.
Druck: Friedr[ich] Wilhelm Seraphin: Aus den Briefen der Familie v. Heydendorff (1737-1853). In: Archiv des Vereins für siebenbürgische Landeskunde 25 (1894), 1, Nr. 4, S. 8f.

 

[S.1, Notiz des Kopisten am Anfang des Dokuments:] Samuel v. Brukenthal an Daniel v.
Heydendorff.

 

Hermanstadt d. 5 Februar 1754.

Wohlgeborner Herr, hochgeehrtester Herr Vetter!

„… Euer Wohlgebohren hatten mir vor geraumer Zeit versprochen alle gesammleten alten Müntzen gegen baare danckbahre Bezahlung zukommen zu laßen. Ich habe immer auf Gelegenheit gehoffet selber auf Mediasch zu kommen und gegenwärtig um die Erfüllung des Versprechens anzuhalten. Allein diese weicht noch immer von mir, und ich weiß nicht wenn mir dieses Glück werden dörffte. Jetzt hat sich ein Umstand, der mich sehr nahe angehet, ereignet, wo mir diese Müntzen große Dienste thun könnten. Ich unterstehe mich danenhero E. Wg. um alle Gold silberne u. kupferne auf einmahl zu bitten. Hochdiselben werden mich unendlich verpflichten, wenn sie mir solche in kurtzem mit beygesezten Preiß herein schicken wolln. Ich hoffe, da ich die Ehre habe, ein naher Anverwandter von E. Wg. zu seyn, nicht umsonst gebethen zu haben. Denn die Erfüllung solcher Pflichten ist das Band, wodurch wahre Freunde zusammengehalten [S. 2] u. noch enger zusammengebracht werden. Ich bitte meinen Respect an die Frau Schw.[1] zu vermelden, da ich mit aller Hochachtung bin

E. Wgebohren

gehorsamster Diener
S v. Brukenthal.

[Notizen des Kopisten am Ende des Dokuments:] Anmerkung von der Hand Mich. v. Heydendorff‘s.

NB. Mein Vatter schenkte Ihm alle seine Griechisch u. Römische Müntzen, Er ging darauf nach Wien u. wurde der erste Sächsische Gubernial Secretaire. Er gab die Müntzen in des K. Frantz des I Müntz Cabinet. Vielleicht sind solche itzt in Paris. v. H.[2] mp. den 5 Julii 1806.

Aus dem Original im v. Heydendorffschen Familienarchiv.

 


[1] Anna Maria, geb. v. Baußnern, Gattin Daniel Conrads v. Heydendorff.

[2] Michael von Heydendorff d. Ä.


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Empfohlene Zitierweise:

Quellen zur Geschichte Samuels von Brukenthal. Aus dem Nachlass von Georg Adolf Schuller, hg. von Konrad Gündisch und Jonas Schwiertz, 2022.
URL:  https://siebenbuergen-institut.de/1754-2-5-1 (Stand: 10. März 2022).

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