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Siebenbürgen und das Siebenbürgen-Institut

Schloss Horneck, das Wahrzeichen von Gundelsheim, beherbergt die zum Siebenbürgen-Institut gehörende Siebenbürgische Bibliothek.

Siebenbürgen (lateinisch/englisch: Transylvania, rumänisch: Ardeal/Transilvania, ungarisch: Erdély) ist eine im Karpatenhochland, an der Grenze von Ostmitteleuropa zu Südosteuropa gelegene Vielvölkerregion.

Einst war Siebenbürgen ein Teil Daziens. Nach wechselnden Herrschaften gehörte es seit dem Hochmittelalter zum Königreich Ungarn. Im 16.-17. Jahrhundert war es ein selbstständiges Fürstentum unter osmanischer Oberhoheit. Anschließend wurde es zur habsburgischen Provinz und im ausgehenden 19. Jahrhundert ein Teil Ungarns. Seit dem Ausgang des Ersten Weltkrieges ist Siebenbürgen ein Teil Rumäniens.

Das Land wird bewohnt von Rumänen, Ungarn (Szeklern), Deutschen (Sachsen), Roma (Zigeunern) und anderen Ethnien. Der Adel der Ungarn, die Szekler und die Sachsen bildeten vom 16. bis 19. Jahrhundert die staatstragenden Stände.

Mit der Erforschung der wechselvollen Geschichte dieser vielschichtigen europäischen Region beschäftigt sich das Siebenbürgen-Institut in Gundelsheim am Neckar, das ein An-Institut der Universität Heidelberg ist.

Das Siebenbürgen-Institut, und zwar seine Kernstücke, die Siebenbürgische Bibliothek und ein Teil des Archivs, befinden sich auf Schloss Horneck in Gundelsheim am Neckar. Die Geschäftsstelle des Instituts und ein weiterer Teil des Archivs sind in der nahen Schlossstraße untergebracht.

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