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Willkommen beim Siebenbürgen-Institut an der Universität Heidelberg!

Vom 23. Dezember 2016 bis 9. Januar 2017 bleibt die Siebenbürgische Bibliothek wegen Betriebsferien geschlossen.

09/07 2016

Otto-Folberth-Stiftung – Archivalientitel des bedeutenden Nachlasses erstmals online recherchierbar

Anlässlich der Tagung des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde e. V. in Salzburg im Jahr 1979 hatte Dr. Otto Folberth (1896-1991) die Bestände seines reichhaltigen Privatarchivs sowie Teile seiner Privatbibliothek der Siebenbürgischen Bibliothek und dem Archiv überlassen. Im März 1980 als Otto-Folberth-Stiftung eingerichtet, umfasst der Archivbestand 10 Regalmeter in 83 Bänden.

Den Schwerpunkt bildet eine umfangreiche Sammlung von eigenen und provenienzfremden Schriften zu Stephan Ludwig Roths Lebensgeschichte, dessen Schriften sowie dessen gesellschaftlichem Einfluss. Folberth gilt als bedeutendster Stephan-Ludwig-Roth-Forscher, der unter anderem eine siebenbändige Gesamtausgabe von Schriften und Briefen Roths herausgab. Einen weiteren bedeutenden Teil des Bestandes bilden Folberths eigene belletristischen Werke: Lyrik, Erzählungen, Novellen sowie drei Romane in unterschiedlichen Entstehungsstufen. Im Bestand befinden sich des Weiteren zahlreiche Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, Essays, Reden und Rezensionen zu sächsischer, siebenbürgischer und osteuropäischer Kultur, Geschichte und Gesellschaft. Hinzu kommen die Kriegsberichte, die Folberth als Hauptmann der Reserve und Kriegsberichterstatter im Auftrag des rumänischen Militärs verfassen musste. Etwa ein Fünftel des Gesamtbestandes bildet seine Korrespondenz mit vielen siebenbürgischen und nicht-siebenbürgischen Persönlichkeiten aus den Jahren von 1947 bis 1978. Otto Folberth war Mitbegründer, Sekretär und Ehrenpräsident der Sektion Österreich der Forschungsgesellschaft für das Weltflüchtlingsproblem (Association for the Study oft the World Refugee Problem, Vaduz-Lichtenstein). Im Jahr 1957 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Südostdeutschen Historischen Kommission ernannt.

Eine Besonderheit bilden die Original-Tagebücher des Juristen Michael Conrad von Heydendorff d. J., der in der Komitatskanzlei in Klausenburg und als Senator und Bürgermeister von Mediasch tätig war. Sie umfassen die Jahre 1786 bis 1857 und sind ebenfalls Bestandteil der Otto-Folberth-Stiftung, da von Heydendorff ein Ahne Folberths war. Vor einigen Jahren wurden dem Archiv die Original-Tagebücher von Otto Folberth aus den Jahren 1911 bis 1986 von dessen Sohn Paul übergeben. Es handelt sich um 58 Bände, die die Alltags- und Mentalitätsgeschichte des 20. Jahrhunderts dokumentieren sowie den Ersten und Zweiten Weltkrieg an der Ostfront schildern.

Aufgrund der Bedeutung des Bestandes der Otto-Folberth-Stiftung als Kulturgut der Siebenbürger Sachsen sowohl für die kulturellen Wechselbeziehungen als auch für die Aufarbeitung der Nachkriegsgeschichte der Siebenbürger Sachsen in Österreich und Deutschland sowie zur wissenschaftlichen Erforschung und kulturellen Vermittlung des Werkes einer bedeutenden Persönlichkeit hat sich die Heimatgemeinschaft Mediasch e.V. (HGM) entschlossen, eine digitale Neuerschließung durchführen zu lassen. Die Finanzierung erfolgte durch Paul Folberth und die HGM. Treibende Kraft des Gesamtprojekts war der ehemalige Schriftführer und jetzige Kulturreferent der HGM, Dr. Hansotto Drotloff. Für die Durchführung konnte die Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste im Archiv, Jutta Fabritius, gewonnen werden. Das Vorhaben wurde in zwei mehrmonatigen Teilzeitprojekten in den Jahren 2012 und 2015 realisiert.

Anlässlich des 120. Geburtstages von Otto Folberth am 10. Juli 2016 ist das Findbuch ab diesem Zeitpunkt erstmals online einsehbar. Alle Beteiligten empfehlen das Werk einer regen Nutzung und hoffen auf breites Interesse an diesem überaus vielseitigen und anregenden Schriftstellernachlass.

01/04 2016

Schloss Horneck - der Sachstand im Frühjahr 2016

Mit dem Kauf von Schloss Horneck – ermöglicht durch die großartige Spendenbereitschaft der Siebenbürger Sachsen und der ihnen verbundenen Institutionen und Personen – konnten durch den neu gegründeten Verein Siebenbürgisches Kulturzentrum Schloss Hornecke.V. die wichtigsten Kultureinrichtungen, Siebenbürgisches Museum und Siebenbürgen-Institut mit Bibliothek und Archiv, an ihrem bisherigen Standort erhalten werden. Für ihren Ausbau werden sowohl das Institut wie das Museum weitere Räume im Schloss erhalten. Inzwischen wurde ein 3D-Scan des gesamten Schlosses durchgeführt, um genaue Pläne zu erstellen. Auf deren Grundlage werden die anstehenden Maßnahmen des Brand- und Denkmalschutzes geplant sowie die Mietverträge mit den zukünftigen Nutzern ausgestaltet. Darunter fällt die Siebenbürgische Bibliothek, die eine Säule des zukünftigen Nutzungskonzeptes Siebenbürgisches Kulturzentrum Schloss Horneck bildet. Die weiteren Säulen sind das Siebenbürgische Museum sowie ein Internationales Begegnungszentrum.

Im Februar wurden Schäden am Dach festgestellt, für deren Behebung und erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen inzwischen die Leistungsbeschreibungen erstellt und die Gewerke ausgeschrieben wurden. Mit dem zuständigen Brandschutzbeauftragten wurden Verhandlungen geführt. Er wird ein Brandschutzkonzept erstellen, nach dessen Umsetzung der Festsaal wieder vollumfänglich genutzt und erste Übernachtungsmöglichkeiten angeboten werden können. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es möglich, den Billardsaal, die ehemaligen Speisesäle und das Veranda-Café für Veranstaltungen anzumieten, da sie nicht von den Brandschutzauflagen betroffen sind. Veranstaltungen des AKSL haben beispielsweise bereits stattgefunden. Dies sind erste Schritte auf dem Weg zur Eröffnung des Kultur- und Begegnungszentrums.

Seit 1. März 2016 ist Martina Handel als Verwaltungskraft des Siebenbürgischen Kulturzentrums Schloss Horneck angestellt. Sie verwaltet die Einnahmen und Ausgaben, versendet Spendenbescheinigungen, sorgt für die Raumvergabe sowie Ordnung und steht für Fragen zur Verfügung. Die Koordination aller mit Schloss Horneck zusammenhängenden Aufgaben, Arbeiten, Konzepte und Pläne obliegt weiterhin dem Vorsitzenden des Vereins Siebenbürgisches Kulturzentrum Schloss Hornecke.V. Hon.- Prof. Dr. Konrad Gündisch. Helfen Sie mit, durch Spenden oder freiwillige Arbeitsleistung mit anzupacken bei anstehenden handwerklichen oder sonstigen Arbeiten.

12/12 2015

Endlich: Geschäftsführung wieder besetzt!

Nach über fünf Jahren der Vakanz konnte die Geschäftsführung des Kulturrats und des Arbeitskreises wieder besetzt werden: Ingrid Schiel, seit zwei Jahrzehnten AKSL-Mitglied und noch länger mit Bibliothek und Archiv vertraut, konnte ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin (in Teilzeit) Mitte Oktober aufnehmen. Sie tut dies zu einem überaus kritischen Zeitpunkt, bedingt durch die neue Situation auf Schloss Horneck und die sich dadurch ergebenden organisatorischen und administrativen Aufgaben. Diese Arbeiten können unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr ehrenamtlich von ferne erledigt werden.

14/09 2014

Das Institutshaus in Gundelsheim, Schlossstraße 41 nach Abschluss der Außensanierung

Institutshaus in Gundelsheim, September 2014, Foto: Jutta Fabritius

Urkundenbuch online

Nun ist es bequem und weltweit über das Internet nutzbar: Das „Urkundenbuch zur Geschichte der Deutschen in Siebenbürgen“, eines der grossen Langzeitprojekte der landeskundlichen Forschung.

1892 erschien der erste Band, herausgegeben vom "Ausschuss des Vereines für siebenbürgische Landeskunde". Sechs weitere Bände folgten, der letzte 1992. 4687 Urkunden aus den Jahren 1191 bis 1486 waren dadurch in gedruckter Form greifbar - für alle, die das Glück haben, diese Bände in die Hand nehmen zu können.

Dieses zu verbessern war dem "Arbeitskreis für siebenbürgische Landeskunde" und seinem Vorsitzenden Dr. Ulrich Wien seit längerem ein besonderes Anliegen. In den vergangenen Monaten konnte Dr. Martin Armgart an der Universität Koblenz-Landau unter Mitarbeit von Forschern in Ungarn und Rumänien eine Online-Präsentation erarbeiten - dank der Förderung des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und mit Hilfe der Software des Kompetenzzentrums für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften der Universität Trier.

Zugänglich ist diese Online-Präsentation nun unter „eTransylvanica“ auf den Seiten des Siebenbürgen-Instituts, unter „eTransylvanica“: http://siebenbuergen-institut.de/special-menu/e-transylvanica/urkundenbuch-zur-geschichte-der-deutschen-in-siebenbuergen-online/ Auch eine Weiterführung des Urkundenbuches kann dann gleich in dieser Datenbank erfolgen.

Über 200 weitere Urkunden sind bereits eingestellt. Über verschiedene Suchmasken wird der Inhalt des Urkundenbuches bandübergreifend recherchierbar. Die Nutzung dieser Fleißarbeit mehrerer Generationen von Urkundeneditoren wird dadurch wesentlich leichter und von jedem Computer-Arbeitsplatz aus möglich - zum 120. Jahrestag des Erscheinen des ersten Bandes.

 


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Praktikum in der Siebenbürgischen Bibliothek

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