Rückblick 2009 und Ausblick 2010
In abgelaufenen Jahr 2009 hat unser Förderverein die Siebenbürgische Bibliothek weiter unterstützt, und zwar durch:
- Anschaffung von Neuerscheinungen und antiquarischen Büchern
- Zuschüsse für Personalkosten und Projekte
- Anschaffung von Technik und Zubehör.
Einige Beispiele:
Anschaffung von Neuerscheinungen und antiquarischen Büchern
- Die herausragendste antiquarische Anschaffung der letzten Monate ist die „Cosmographia“ von Honterus in der Ausgabe Zürich 1552. Mit dieser Anschaffung ergänzt die Siebenbürgische Bibliothek ihre Honterus-Drucke um ein wertvolles Stück.
- Karte von Siebenbürgen und Ungarn, entworfen vom Franzosen Guillaume de l'Isle (1675-1726), der als erster wissenschaftlicher Kartograf gilt. Die erste Ausgabe von 1703 wurde nach de l'Isles Tod weiterentwickelt von seinem Schwiegersohn Philippe Buache (1700-1773). Die Ausgabe, die wir beim Auktionshaus Kiefer ersteigert haben, stammt aus dem Jahr 1780.
- Nachbarschaftsbuches der Heltauergasse aus Hermannstadt.
Zuschüsse für Personalkosten und Projekte
- Unser Förderverein hat – wenn auch nur mit einem bescheidenen Anteil – dazu beigetragen, dass die Bestände der Bibliothek auch über das benutzerfreundliche System OPAC recherchiert werden können.
- Wir fördern die Sicherung und Erschließung der im Siebenbürgen-Institut eingehenden Nachlässe.
- Wir unterstützen den Internet-Auftritt des Siebenbürgen-Instituts durch einen Zuschuss für die Bezahlung des Webmasters.
Anschaffung von Technik und Zubehör
- Dazu gehört unter anderem eine neue Frankiermaschine, welche aufgrund geänderter technischer Anforderungen seitens der Deutschen Post notwendig geworden ist.
- Anfang dieses Jahres haben wir Material für das Bild- und Nachlassarchiv finanziert.
Von einem Mitglied unseres Fördervereins wurde angeregt, die Siebenbürgische Bibliothek gelegentlich auch am Samstag zu öffnen, um insbesondere berufstätigen Forschern einen besseren Zugang zu den Beständen vor Ort zu ermöglichen. Dieser Vorschlag wurde im ersten Halbjahr 2010 umgesetzt, in dem die Bibliothek einmal monatlich am Samstag geöffnet hatte.
Ende 2008 hatte unser Verein knapp über 300 Mitglieder. Durch Tod oder Kündigung der Mitgliedschaft haben wir seit Anfang 2009 einige Mitglieder verloren. Schmerzlich ist auch der Verlust von Mitgliedern durch Kündigung. Selten erfährt man die Gründe; in einigen Fällen sind Mitglieder aus finanziellen Gründen aus dem Verein ausgetreten.
Umso erfreuter sind wir über die neuen Mitglieder, welche unserem Verein seit Anfang 2009 beigetreten sind. Dies sind: Brigitte Wellmann, Jens-Joachim Scheiner, Herbert Fabritius, Hansotto Junesch, Daniel Waedt, Waltraud Friedl und Dr. Heinz Heltmann. Diesen Neumitgliedern ein herzliches Willkommen!
Der Mitgliederstand per Ende Mai 2010 ist 285 Mitglieder. Davon sind 263 Einzelpersonen und 22 Institutionen (z.B. HOGs oder Gliederungen des Verbandes).
Welche Vorteile bietet die Mitgliedschaft im Förderverein – außer der Gewissheit, einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt siebenbürgisch-sächsischer Kultur zu leisten?
- Bereits jetzt ist die formlose Ausleihe direkt bei der Siebenbürgischen Bibliothek möglich. Dies bedeutet, dass die Mitglieder nicht den „Umweg“ über die Fernleihe bei einer örtlichen Bibliothek gehen müssen.
- Ein geschützter Mitgliederbereich im Internet-Auftritt des Siebenbürgen-Instituts wurde eingerichtet.
Wie Sie der Entwicklung der Mitgliederzahlen entnehmen können, schrumpft unser Verein leicht. Die Werbung neuer Mitglieder genießt daher hohe Priorität – und zeitigt auch Erfolge. Mögliche Ansätze für die Werbung neuer Mitglieder sind:
- Präsenz beim Heimattag in Dinkelsbühl
- Besucher der Bibliothek
Auch in den verbleibenden Monaten des Jahres 2010 sowie in 2011ff. steht unser Verein vor der Herausforderung, die Siebenbürgische Bibliothek weiter zu unterstützen. Weitergeführt werden soll die Bezahlung von Mitarbeitern der Bibliothek. Eine weitergehende öffentliche Förderung als bisher ist nicht in Sicht. Anschaffungen – insbesondere antiquarische – sind nur schwer planbar. Passende Angebote – also wichtigen Transylvanica, die in der Bibliothek fehlen – werden wir nutzen, um Lücken zu schließen.
Über die weitere Entwicklung der Siebenbürgischen Bibliothek und unseres Fördervereins werden wir weiterhin informieren. Dies geschieht primär über die dreimal jährlich erscheinenden „Mitteilungen aus dem Siebenbürgen-Institut“.
Uwe Konst
Vorsitzender