25.01.2012
Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart einschätzen und die Zukunft planen.
In Fortführung der Berichte über die unterschiedlichen Arten der Hilfe beim Aufbau der Stiftung Siebenbürgische Bibliothek werden drei weitere Beispiele vorgestellt. Sie stellen keine Bevorzugung gegenüber Einzelspendern dar. Sie zeigen nur, wie die Hilfe durch gute Ideen und Überzeugungsleistung verstärkt und der Kreis der Aufbauhelfer vergrößert werden kann. Ähnlich wie beim Bau der Pyramiden, ist eine möglichst große Anzahl von Helfern für die Fertigstellung der Burg äußerst wichtig. Deshalb sollten sich alle Leute, denen Siebenbürgen etwas bedeutet, jeder nach seinen Möglichkeiten, an diesem Werk beteiligen.
1. Im Oktober 2011 mussten wir von Balduin Herter, einem der Begründer der Siebenbürgischen Bibliothek und der Stiftung, Abschied nehmen. Für die Würdigung seiner großen Verdienste beim Aufbau der siebenbürgisch-sächsischen Kultureinrichtungen in Gundelsheim fehlt hier leider der Platz. Ganz im Sinne des Verstorbenen entschloss sich seine Familie, insbesondere seine Ehefrau Elfriede Herter, die Trauergemeinde zu bitten, statt Blumen auf das Grab zu legen, das dafür vorgesehene Geld der Stiftung zu überweisen. Dabei kam ein Betrag von über 5.000 € zusammen, der von Frau Herter auf 10.000 aufgerundet wurde. In derselben Weise, mit ähnlichem Ergebnis für die Stiftung, haben auch schon etliche andere Familien gehandelt, was im Laufe der Jahre in den Mitteilungen aus dem Siebenbürgen-Institut zu lesen war.
2. Im Jahr 2009 produzierte Herr Julius Henning eine CD mit einer Christmette, die in der Bergkirche in Schäßburg aufgenommen wurde. In Zusammenarbeit mit der Heimatortsgemeinschaft Schäßburg wurde beschlossen, den Ertrag des Verkaufs in Höhe von 3.540 € an die Stiftung zu überweisen, was im Januar 2010 auch geschah. Ähnliche Aktionen gab es auch mit anderen Produkten, z. B. mit siebenbürgischen Wappen, die Herr Hans-Harald Maurer drucken ließ. Von dem Erlös erhielt die Stiftung im Jahr 2010 einen Betrag von 557,34 €. Ein weiterer Betrag soll in diesem Jahr folgen.
3. Aktive Hilfe beim Bau der Bücherburg leisten auch die Heimatortsgemeinschaften und die Glieder des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland. Durch Sammelspenden bei Veranstaltungen und anderen Gelegenheiten kamen im Jahr 2010 folgende Beträge zusammen, die auf das Konto der Stiftung überwiesen wurden: 7.300 € von den Kreis- und Landesgruppen und 7.773 € von den Heimatortsgemeinschaften. Bereits 13 HOGs, 13 Kreisgruppen, 2 Nachbarschaften und 5 Landesgruppen sind mindestens einmal in die Stiftertafel eingetragen worden, manche bis zu sieben Mal.
In einer der nächsten Folgen werden weitere Beispiele vorgestellt.
Hatto Scheiner
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