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Willkommen beim Siebenbürgen-Institut an der Universität Heidelberg!

Siebenbürgen – Eine Forschungslandschaft

50 Jahre Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde
47. Jahrestagung in Heidelberg und Gundelsheim am Neckar
7. bis 9. September 2012

Einladung

Der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL) ist 50 Jahre geworden. Das ist ein Grund zur Freude und Anlass, die Jahrestagung auch festlich zu begehen. Am Freitag, dem 7. September 2012, wird ab 14.00 Uhr der Festakt in der Alten Aula der Universität Heidelberg stattfinden. Dabei soll einerseits die Würdigung der Vereinsgeschichte und seiner wissenschaftlichen Leistungen stattfinden, vor allem aber auch ein Ausblick auf die Herausforderungen und künftigen Forschungsfelder in Ostmittel- und Südosteuropa sowie der landesgeschichtlichen Forschung zentrales Thema sein. Im Anschluss an diese Festveranstaltung wird ein Empfang in der Beletage des Rektorats gegeben.

Am Samstag, dem 8. September 2012, schließt sich dann die Festveranstaltung in Gundelsheim an. Am Vormittag steht der AKSL als ganzes im Mittelpunkt. Nach dem Mittagsbuffet tagen dann die Sektionen des AKSL (Rechts-, Kirchen und Zeitgeschichte; Naturwissenschaften und Volkskunde; Genealogie; Schulgeschichte und Germanistik). Abends besteht Gelegenheit zur Begegnung in gemütlicher Runde in der Komturei in Gundelsheim.

Am Sonntag, dem 9. September, bildet die Mitgliederversammlung des AKSL auf Schloß Horneck in Gundelsheim den Abschluss der 47. Jahrestagung.

Im Namen des Vorstands des AKSL lade ich Sie sehr herzlich zu diesem Fest ein.
Ihr Ulrich A. Wien

Programm

Freitag, 7. September 2012

Ort: Heidelberg, Alte Universität, Grabengasse 1, Alte Aula, Beginn 14 Uhr
Begrüßung (Prof. Dr. Heinz-Dietrich Löwe, Universität Heidelberg)
Grußwort (Reinhard Gall, Innenminister des Landes Baden-Württemberg)
Prof. Dr. Enno Bünz (Universität Leipzig): Aufgaben und Perspektiven der Landesgeschichtsforschung im 21. Jahrhundert Prof.
Dr. Joachim von Puttkamer (Universität Jena): Siebenbürgen. Nation und Gesellschaft in der neueren Geschichte Südosteuropas
Hon.-Prof. Dr. Konrad Gündisch (BKGE Oldenburg): Siebenbürgen als Forschungsauftrag
Dr. Ulrich A. Wien (Universität Koblenz-Landau): Regionalgeschichte im europäischen Horizont – Der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde 1962-2012

Samstag, 8. September 2012

Ort: Gundelsheim, Schloß Horneck, Festsaal, Beginn 10 Uhr
Begrüßung (Dr. Ulrich A. Wien)
Thomas Şindilariu (Archiv der Honterusgemeinde Kronstadt): Die Anfänge der siebenbürgischen Landeskunde im Umfeld der Freimaurer und Samuels von Brukenthal
Prof. Dr. D. Paul Philippi (Hermannstadt): Über die Gründung des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde
Dr. Gerald Volkmer (IKGS München): Fünf Jahrzehnte AKSL – Grundlinien seiner Entwicklung
Dr. Harald Roth (Deutsches Kulturforum östliches Europa Potsdam): Die Aufgaben des AKSL bis zur 200-Jahr-Feier 2040
13 Uhr: Mittagspause (Vorreservierung erforderlich) 14 Uhr: Führungen durch Bibliothek, Archiv, Institutshaus
14.30 Uhr: Sektionssitzungen: Genealogie, Germanistik, Kirchengeschichte, Kunstgeschichte, Naturwissenschaften und Volkskunde, Rechtsgeschichte, Schulgeschichte, Zeitgeschichte (genaues Programm mit Uhrzeiten und Ort folgt wird noch voraussichtlich bis Ende Juni bekanntgegeben)
17 Uhr: Mitgliederversammlung der Freunde und Förderer der Siebenbürgischen Bibliothek
19 Uhr: Geselliges Beisammensein in der Komturei (Reservierung erforderlich)

Sonntag, 9. September 2012

Ort: Gundelsheim, Schloß Horneck, Festsaal, Beginn 9.30 Uhr
Andacht, anschließend ordentliche Mitgliederversammlung des AKSL

Organisatorische Hinweise:

Anmeldung und Verpflegung: Schriftliche Anmeldung bis zum 30. Juni 2012 an den Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde, Schloß Horneck, 74831 Gundelsheim, info@siebenbuergen-institut.de mit verbindlicher Angabe, ob Sie an den Mahlzeiten am 8. September in der Komturei teilnehmen werden

  • Mittagessen € 14,50 [Putengeschnetzeltes mit Spätzle, Kräuternackensteak mit Salzkartoffel und Salatbuffet, serviert als Buffet]
  • Abendessen beim geselligen Beisammensein € 12 [Vesperbuffet mit Wurst, Käse, Wurstsalat, gekochtem Schinken, Kraichgauer Landsuppe mit Landbrot]

Jeweils ohne Getränke. Falls Teilnehmer nach Anmeldung ihre Teilnahme bei Nichtinanspruchnahme nicht absagen und die Komturei die angemeldeten Mahlzeiten in Rechnung stellen sollte, so würden diese an die Betreffenden weiterberechnet.

Unterkünfte: Bitte reservieren Sie rechtzeitig z.B. in Gundelsheim, Bad Wimpfen oder Mosbach Ihre Unterkunft. Hier finden Sie weitere Hinweise: Gundelsheim: http://www.gundelsheim.de/tourismus/tourismus-unterkunftsverzeichnis.html; Bad Wimpfen: Touris-Information: Tel. (07063) 97200, info@badwimpfen.org; www.badwimpfen.de; Mosbach: http://www.mosbach.de/Hotels_Pensionen.html

Tagungsbüro: Das Tagungsbüro wird im Lesesaal der Bibliothek eingerichtet, wo auch ein großes Angebot an AKSL-Publikationen aus 50 Jahren und Antiquaria zu finden sein werden.

Teilnehmerbeitrag: € 10 für Mitglieder, € 12 für Nichtmitglieder; € 5 für Schüler, Studenten, Partner

Hinweis: Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für Sach- und Personenschäden bei der An- und Rückreise und während der Tagung.

 

Urkundenbuch online

Nun ist es bequem und weltweit über das Internet nutzbar: Das „Urkundenbuch zur Geschichte der Deutschen in Siebenbürgen“, eines der grossen Langzeitprojekte der landeskundlichen Forschung.

1892 erschien der erste Band, herausgegeben vom "Ausschuss des Vereines für siebenbürgische Landeskunde". Sechs weitere Bände folgten, der letzte 1992. 4687 Urkunden aus den Jahren 1191 bis 1486 waren dadurch in gedruckter Form greifbar - für alle, die das Glück haben, diese Bände in die Hand nehmen zu können.

Dieses zu verbessern war dem "Arbeitskreis für siebenbürgische Landeskunde" und seinem Vorsitzenden Dr. Ulrich Wien seit längerem ein besonderes Anliegen. In den vergangenen Monaten konnte Dr. Martin Armgart an der Universität Koblenz-Landau unter Mitarbeit von Forschern in Ungarn und Rumänien eine Online-Präsentation erarbeiten - dank der Förderung des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und mit Hilfe der Software des Kompetenzzentrums für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften der Universität Trier.

Zugänglich ist diese Online-Präsentation nun unter „eTransylvanica“ auf den Seiten des Siebenbürgen-Instituts, unter „eTransylvanica“: http://siebenbuergen-institut.de/special-menu/e-transylvanica/urkundenbuch-zur-geschichte-der-deutschen-in-siebenbuergen-online/ Auch eine Weiterführung des Urkundenbuches kann dann gleich in dieser Datenbank erfolgen.

Über 200 weitere Urkunden sind bereits eingestellt. Über verschiedene Suchmasken wird der Inhalt des Urkundenbuches bandübergreifend recherchierbar. Die Nutzung dieser Fleißarbeit mehrerer Generationen von Urkundeneditoren wird dadurch wesentlich leichter und von jedem Computer-Arbeitsplatz aus möglich - zum 120. Jahrestag des Erscheinen des ersten Bandes.

 

Baustelle „Bücherburg“

Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart einschätzen und die Zukunft planen.

In Fortführung der Berichte über die unterschiedlichen Arten der Hilfe beim Aufbau der Stiftung Siebenbürgische Bibliothek werden drei weitere Beispiele vorgestellt. Sie stellen keine Bevorzugung gegenüber Einzelspendern dar. Sie zeigen nur, wie die Hilfe durch gute Ideen und Überzeugungsleistung verstärkt und der Kreis der Aufbauhelfer vergrößert werden kann. Ähnlich wie beim Bau der Pyramiden, ist eine möglichst große Anzahl von Helfern für die Fertigstellung der Burg äußerst wichtig. Deshalb sollten sich alle Leute, denen Siebenbürgen etwas bedeutet, jeder nach seinen Möglichkeiten, an diesem Werk beteiligen.

1. Im Oktober 2011 mussten wir von Balduin Herter, einem der Begründer der Siebenbürgischen Bibliothek und der Stiftung, Abschied nehmen. Für die Würdigung seiner großen Verdienste beim Aufbau der siebenbürgisch-sächsischen Kultureinrichtungen in Gundelsheim fehlt hier leider der Platz. Ganz im Sinne des Verstorbenen entschloss sich seine Familie, insbesondere seine Ehefrau Elfriede Herter, die Trauergemeinde zu bitten, statt Blumen auf das Grab zu legen, das dafür vorgesehene Geld der Stiftung zu überweisen. Dabei kam ein Betrag von über 5.000 € zusammen, der von Frau Herter auf 10.000 aufgerundet wurde. In derselben Weise, mit ähnlichem Ergebnis für die Stiftung, haben auch schon etliche andere Familien gehandelt, was im Laufe der Jahre in den Mitteilungen aus dem Siebenbürgen-Institut zu lesen war.

2. Im Jahr 2009 produzierte Herr Julius Henning eine CD mit einer Christmette, die in der Bergkirche in Schäßburg aufgenommen wurde. In Zusammenarbeit mit der Heimatortsgemeinschaft Schäßburg wurde beschlossen, den Ertrag des Verkaufs in Höhe von 3.540 € an die Stiftung zu überweisen, was im Januar 2010 auch geschah. Ähnliche Aktionen gab es auch mit anderen Produkten, z. B. mit siebenbürgischen Wappen, die Herr Hans-Harald Maurer drucken ließ. Von dem Erlös erhielt die Stiftung im Jahr 2010 einen Betrag von 557,34 €. Ein weiterer Betrag soll in diesem Jahr folgen.

3. Aktive Hilfe beim Bau der Bücherburg leisten auch die Heimatortsgemeinschaften und die Glieder des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland. Durch Sammelspenden bei Veranstaltungen und anderen Gelegenheiten kamen im Jahr 2010 folgende Beträge zusammen, die auf das Konto der Stiftung überwiesen wurden: 7.300 € von den Kreis- und Landesgruppen und 7.773 € von den Heimatortsgemeinschaften. Bereits 13 HOGs, 13 Kreisgruppen, 2 Nachbarschaften und 5 Landesgruppen sind mindestens einmal in die Stiftertafel eingetragen worden, manche bis zu sieben Mal.

In einer der nächsten Folgen werden weitere Beispiele vorgestellt.

Hatto Scheiner


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