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Edition der Predigten des Pfarrers Damasus Dürr wird als Projekt realisiert

Dr. Grete Klaster-Ungureanu (1927-2015) hat dem AKSL ihre Transkription der Predigten des reformationszeitlichen Pfarrers Damasus Dürr (Brenndorf ca. 1535 - Kleinpold 1586) hinterlassen. Der ehemalige Student des Gelehrten und Reformators Philipp Melanchthon (1497-1560) in Wittenberg wurde dort zum Pfarrer für Neustadt im Burzenland ordiniert. Allerdings war er dann nicht dort, sondern in Hermannstadt Stadtprediger und Kleinpolder Dorfpfarrer. Seine Predigten sind einmalige sprach- und kirchengeschichtliche sowie ethnologische Quellen; für die Reformationszeit sind sie einzigartige Zeugnisse, wie die Reformation auf dem Dorf verankert wurde. Der Predigtband wird heute im Zentralarchiv der Evangelischen Landeskirche A.B. in Rumänien verwahrt. Die Fritz-Thyssen-Stiftung hat Dr. Ulrich A. Wien, Akademischer Direktor am Institut für Evangelische Theologie des Universitätscampus Landau, eine Projektförderung mit einer Mitarbeiterstelle genehmigt, welche die kritische Edition der 47 Predigten des erhaltenen Predigtbandes ermöglicht. Die Laufzeit des Projekts beträgt zwölf Monate und beginnt im Herbst 2016.

60 Jahre Siebenbürgische Bibliothek

Die diesjährige Jahresversammlung des AKSL wollte nach 60 Jahren „Siebenbürgische Bibliothek“ Bilanz ziehen. Die Mitglieder trafen sich am 12. September 2015 im Billardsaal auf Schloss Horneck. Zunächst führte der Buch- und Bibliothekswissenschaftler Dr. Attila Verók (Universität Erlau/Eger) in die Bibliotheksgeschichte Siebenbürgens ein und skizzierte eine neue Darstellungsform. Über die unmittelbaren Anfänge der Siebenbürgischen Bibliothek selbst – über die Situation vor 1955, die Gründung, den raschen Aufbau ab 1963 – sprach Prof. Dr. Dres. h.c. Paul Philippi, der zu den Initiatoren gehörte und die Anfangszeit gemeinsam mit Balduin Herter, dem nachmaligen langjährigen Bibliotheksleiter, bestritt. Von besonderem Interesse war die Einordnung der Siebenbürgischen Bibliothek in die bundesdeutsche Bibliotheklandschaft der Nachkriegszeit durch Dr. Wolfgang Kessler, den langjährigen Leiter der Martin-Opitz-Bibliothek in Herne und selbst seit rund vier Jahrzehnten aktives Mitglied des Landeskundevereins. Er stellte fest, dass diese Bibliothek – mit dem Fokus auf den Siebenbürger Sachsen unter Einbeziehung zunächst ganz Siebenbürgens und dann in abgestufter Ordnung auch der Nachbarregionen – einzigartig ist, zumal mit den ergänzenden Abteilungen des Archivs. So sieht er die Bibliothek, die seit den 1970er Jahren dem Heidelberger Bibliotheksystem angeschlossen ist, denn auch für die Zukunft trotz der relativ kleinräumigen Spezialisierung gut aufgestellt und der wissenschaftlichen Konkurrenz gewachsen.

Dies belegten auch die beiden Werkstattberichte aus dem Kreis der Mitarbeiter. Christian Rother berichtete anschaulich über die Erschließungspraxis der Bibliotheksbestände und über die heutigen Recherchemöglichkeiten sowie breit angelegten Kooperationen. Julia Fabritius hingegen gab Einblicke in das angeschlossene Archiv, speziell in das Fotoarchiv, dessen Erschließung, Aufbewahrung, Nutzung und Digitalisierung. Als Überraschungseinlage schloss sich die Vorstellung der viersprachigen Neuedition der Weltbeschreibung von Johannes Honterus durch Dr. Robert Offner an. In der die Jahresversammlung abschließenden Mitgliederversammlung des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde standen neben den Regularien die aktuellen Entwicklungen auf Schloss Horneck im Mittelpunkt.

Antiquarische Neuerwerbung mit Hilfe der „Freunde und Förderer“

Es kommt nicht mehr oft vor, dass die Siebenbürgische Bibliothek zur Schließung von Bestandslücken bei Versteigerungen mitbieten muss. Meist handelt es sich bei den zu ersteigernden Werken entweder um alte Drucke oder um historische Landkarten. Dankenswerterweise übernehmen dabei jedes Mal die Freunde und Förderer der Siebenbürgischen Bibliothek nach Absprache des Höchstgebotes die Begleichung der Rechnung. Im Juni konnte so wieder ein gar nicht so kleiner Schatz (99 x 59 cm) in Form einer Landkarte für die Bibliothek gesichert werden. Dabei handelt es sich um „A new map of Germany, Hungary, Transilvania & the Suisse cantons by Herman Moll“ von 1712 in englischer Sprache. Der drei Mal gefalzte grenzkolorierte Kupferstich besteht aus zwei miteinander verleimten Folio-Bögen und enthält vier Kartuschen, je eine in den beiden oberen Ecken, eine in der unteren linken Ecke und eine mittig am unteren Rand rechts daneben. Ebenso ist am linken Rand eine kleine Legende und unter der rechten oberen Kartusche ein Meilen-Maßstab eingezeichnet. In einem Maßstab von ca. 1:1.850.000 ist das gesamte Heilige Römische Reich Deutscher Nation nebst dem Königreich Ungarn mit Siebenbürgen und der Schweiz dargestellt. Der Kupferstecher, Kartograph und Verleger Herrman(n) Moll(ius) (ca. 1654-1732), vermutlich deutscher oder niederländischer Herkunft, ist vor allem durch zahlreichen in mehreren Aufl agen erschienene Atlanten – „The Compleat Geographer“ (1701), „Atlas Manuale“ (1709), „Atlas Geographus“ (1711-1717) und „Atlas Minor“ (1719) – bekannt, aber auch für das Kartenmaterial in Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ und Jonathan Swifts „Gullivers Reisen“. Wie die meisten von Molls Karten zeichnet sich auch diese durch die Klarheit ihrer Darstellung und die prachtvolle Gestaltung der Kartuschen sowie das Aufführen geologischer oder historischer Besonderheiten aus. So sind in Siebenbürgen bei „Rodua“ Goldminen, südlich von Hermannstadt Salzminen (Salzburg?) und bei „Keresbania“ Silberminen verzeichnet. In einer sechszeiligen Inschrift zwischen dem südlichen Karpatenbogen und der Donau wird eine Flotte aus 200 Schiffen und Galeeren erwähnt, die der [habsburgische] Herrscher für die Verteidigung des Reiches auf dem Fluss zusammengeführt hat. Gewidmet ist die Karte „To His Grace, John Duke of Marleborough, Prince of Mindelheim“, also John Churchill, 1. Herzog von Marlborough, Fürst von Mindelheim (1650-1722), englischer Feldherr im Spanischen Erbfolgekrieg und direkter Vorfahre des britischen Premierministers Winston Churchill. So wundert es auch nicht, dass Moll den Weg John Churchills eingezeichnet hat, den dieser während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701-1713) nahm, als er 1704 in der Schlacht von Höchstädt (engl. Battle of Blenheim) mit Prinz Eugen von Savoyen die vereinigten französischen und bayerischen Truppen unter dem Kommando von Marschall Tallard und Kurfürst Maximilian II. Emanuel schlug. Diese für das Entstehungsjahr hochaktuelle Karte konnte für 588,80 Euro ersteigert werden.

Historische Landkarten ersteigert

Im Oktober 2013 konnten mit finanzieller Hilfe der Freunde und Förderer bei einer Auktion des Antiquariates Kiefer zwei historische Landkarten ersteigert werden. Dabei handelt es sich zum einen um La Hongrie suivant les nouvelles observations (Amsterdam, Covens et Morties), ein grenzkoloriertes Blatt aus dem „Nouvel Atlas“ von 1735, im Format etwas kleiner als A3, sowie zum anderen um die Carte de la Mer Noire comprenant la plus grande Partie de l‘Empire Otoman, Partie des Etats de l’Empereur, de la Russie & ca. Dressé par Dezauche (Paris) aus dem Jahr 1807 in den Abmessungen 61x92 cm.

Beide Karten sind handkoloriert und in einem ausgezeichneten Zustand, die zweite hinter Glas eingerahmt. Wie die Namen ausdrücken, stellen beide Karten das Königreich Ungarn dar, erstere fast ausschließlich, letztere im Zusammenhang mit dem Osmanischen Reich. Damit konnte die in dieser Form in Deutschland einzigartige (öffentliche) Transylvanica-Kartensammlung um zwei weitere wichtige Titel ergänzt werden.

CR

„Glasplatten“- Digitalisierungsprojekt

Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Im zweiten Halbjahr 2012 konnte dank der Förderung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien ein Projekt im Siebenbürgen-Institut durchgeführt werden, im Zuge dessen mehr als 1500 Foto-Glasnegative und -positive digitalisiert und erfasst worden sind. Es wurden Bestände von insgesamt 24 Spendern und Spenderinnen eingescannt; darunter Platten aus so bekannten Ateliers wie dem der Fotografen Emil (1863 - 1975) und Josef Fischer (1898 - 1985) aus Hermannstadt oder demjenigen von Heinrich Gust (1887 - 1969) aus Kronstadt. Der überwiegende Teil der Glasträger (sog. Gelatine-Trockenplatten) im Bildarchiv des Instituts sind Schwarz-Weiß-Glasnegative, es gibt jedoch auch schwarz-weiße und kolorierte Glaspositive. Die Plattengrößen variieren von 6 x 9 cm bis 18 x 24 cm. Zeitlich gesehen stammen die meisten Fotografien aus den 1920er und 1930er Jahren; einzelne Aufnahmen wurden in den 1940er Jahren erstellt. Der Großteil von Adolf Höhrs Lichtbildern ist um 1910 entstanden.

Der Schwerpunkt der Fischer-Aufnahmen liegt auf den gesellschaftlichen Ereignissen in Hermannstadt: Von kirchlichen Feierlichkeiten über Majalisumzüge und den Sachsentag 1933 bis zu sportlichen Ereignissen wie Schauturnen oder Radrennen ist alles zu finden. Die wichtigsten Motive der Gust'schen Glasnegative sind wohl die einmaligen Innen- und Außenaufnahmen der ehemaligen "Hess"-Süßwarenfabrik in Kronstadt. Eine ansehnliche Reihe sehr guter Lichtbilder von Kirchenburgen und Stadtkirchen stammt von Oskar Netoliczka (1897 - 1970). Günter Volkmer (†) überließ dem Bildarchiv u. a. eine Serie von Platten mit gelungenen Landschaftsaufnahmen, die ebenfalls von Oskar Netoliczka belichtet wurden. Von Gertrud Dück erwarb das Institut den Bildnachlass von Josef Glatzl. Ihm gelangen ebenfalls gute Aufnahmen vieler Kirchenburgen. Vom Amateurfotografen Adolf Carl Höhr (1869 - 1916) stammen unsere vermutlich ältesten Glasnegative und kolorierten Dias. Etliche Bilder zeigen Alt-Schäßburger Straßenzüge und -gebäude; öfter noch hat Höhr in den 1900er Jahren seine Familie und sein Sommerhaus mit Garten aufgenommen. Er fotografierte auch auf zwei Schulreisen, die er nach Budapest, Italien und Kroatien sowie in den Westen Rumäniens unternahm.

Damit ist nun der überwiegende Teil unserer wertvollen Fotoplatten digitalisiert, erfasst und neu verpackt worden. Die unbearbeiteten Bilddateien im TIFF-Format können gegen eine Gebühr erworben werden.

Jutta Fabritius

Auswahl digitalisierter Fotoplatten

PB 2_Gp 14 c_6
PB 2_Gp c1_1-2
PB 2_Gp c1_1-13
PB 2_Gp c1_1-8
PB 7_Gp b2_16-2
PB 7_Gp b2_16-15
PB 7_Gp b2_18-13b
PB 7_Gp c1_1-2
PB 9_ Gp a1_O32_6-1
PB 9_Gp a1_O77_31-3a
PB 9_Gp a1_O128_49-1
PB 9_Gp a1_O197_65-7
PB 11_Gp a2-17
PB 11_Gp a2-23
PB 13_Gp a2-1
PB 14_Gp a2-5
PB 14_Gp a2-17
PB 31_Gp a2_1-41
PB 31_Gp a2_1-54
PB 31_Gp a2_1-61
PB 39_Gp a2_1-44
PB 39_Gp a2_1-46
PB 39_Gp a2_1-48
PB 39_Gp a2_1-79
PB 41_Gp c1_1-1
PB 44_Gp c1_1-1
PB 45_Gp b1_1-2
PB 48_Gp a2_1-16
PB 48_Gp a2_1-20
PB 50_Gp a2_1-144
PB 50_Gp a2_1-149
PB 50_Gp a2_1-153
PB 50_Gp a2_1-171
PB 51_Gp a2_2-6
PB 53_Gp a2_1-9
PB 53_Gp b2_1-3
PB 54_Gp a2_1-1
PB 57_Gp a2-3a
PB 57_Gp a2_1-6
PB 60_Gp a2_2-2
PB 60_Gp a2_4-6
PB 60_Gp a2_5-4
PB 76_Gp a1_1-8
PB 77_Gp a2_1-1
PB 77_Gp a2_1-2
PB 78_Gp a2_1-4
PB 78_Gp a2_1-11
PB 79_Gp a2_1-12
PB 79_Gp a2_1-18

Erläuterungen

PB 2_Gp 14 c_6 Kanzel und Altar der ev. Kirche in Rothbach/Kr. Foto: Heinrich Gust
PB 2_Gp c1_1-2 Maschinenraum der Süßwarenfabrik Hess in Kronstadt Foto: Heinrich Gust
PB 2_Gp c1_1-13 Arbeiterinnen der Süßwarenfabrik Hess in Kronstadt Foto: Heinrich Gust
PB 2_Gp c1_1-8 Kirchenschatz (der Honterusgemeinde in Kronstadt?) Foto: Heinrich Gust
PB 7_Gp b2_16-2 Kutsche beim Blumenkorso in der Berggasse in Hermannstadt Foto: vermutlich Emil Fischer
PB 7_Gp b2_16-15 Prinz Nikolaus von Rumänien (hinten links im Wagen; in Hermannstadt?) Foto: Emil oder Josef Fischer
PB 7_Gp b2_18-13b Kinderarzt Dr. Wilhelm Hager mit Schülerinnen des Hermannstädter Kinderschutzvereins (Wandbild: Adolf Hienz) Foto: Emil oder Josef Fischer
PB 7_Gp c1_1-2 Schauspieler und Schauspielerinnen in Barock- oder Rokoko-Kostümen Foto: Emil oder Josef Fischer
PB 9_ Gp a1_O32_6-1 Kirchenburg in Bussd/Md. Foto: Josef Glatzl
PB 9_Gp a1_O77_31-3a Kirchenburg in Hetzeldorf Foto: Josef Glatzl
PB 9_Gp a1_O128_49-1 Kirchenburg in Mergeln Foto: Josef Glatzl
PB 9_Gp a1_O197_65-7 Kirchenburg in Schönberg Foto: Josef Glatzl
PB 11_Gp a2-17 Unbekanntes orthodoxes Kloster Foto: Paul Brandtner oder unbekannt
PB 11_Gp a2-23 Zwei Mädchen vor Radbrunnen und Maisspeicher Foto: Paul Brandtner oder unbekannt
PB 13_Gp a2-1 Altes Rathaus mit Marktständen in Kronstadt Foto: unbekannt
PB 14_Gp a2-5 Schwarze Kirche in Kronstadt Foto: unbekannt
PB 14_Gp a2-17 Arkaden im Innenhof der Kirchenburg Heltau Foto: unbekannt
PB 31_Gp a2_1-41 Winterlandschaft mit Laubbaum Foto: Oskar Netoliczka
PB 31_Gp a2_1-54 Sonnenstrahlen in kahlem Laubwald Foto: Oskar Netoliczka
PB 31_Gp a2_1-61 Winterlandschaft in den Karpaten Foto: Oskar Netoliczka
PB 39_Gp a2_1-44 Kirchenburg in Arkeden bei Schäßburg Foto: Oskar Netoliczka
PB 39_Gp a2_1-46 Weide bei Michelsberg Foto: Oskar Netoliczka
PB 39_Gp a2_1-48 Kirchenburg in Kleinschenk Foto: Oskar Netoliczka
PB 39_Gp a2_1-79 Ev. Kirche in Mühlbach Foto: Oskar Netoliczka
PB 41_Gp c1_1-1 Orthodoxe Kirche in unbekanntem Ort Foto: unbekannt
PB 44_Gp c1_1-1 Altes Rathaus in Kronstadt mit Pferdewagen Foto: unbekannt
PB 45_Gp b1_1-2 Vier Frauen in nordsiebenbürgischer Tracht Foto: unbekannt
PB 48_Gp a2_1-16 Roma vor Zeltlager Foto: unbekannt
PB 48_Gp a2_1-20 Rumänisches Paar in Tracht Foto: unbekannt
PB 50_Gp a2_1-144 Altstadt in Schäßburg? Foto: Adolf Höhr
PB 50_Gp a2_1-149 Bischof-Teutsch-Gymnasium in Schäßburg Foto: Adolf Höhr oder unbekannt
PB 50_Gp a2_1-153 Lesendes Paar in parkähnlichem Garten Foto: Adolf Höhr
PB 50_Gp a2_1-171 Frauen und Kinder beim Maisschälen Foto: Adolf Höhr
PB 51_Gp a2_2-6 Innenhof der Kirchenburg Tartlau Foto: Ludwig Hesshaimer oder unbekannt
PB 53_Gp a2_1-9 Kleiner Ring in Hermannstadt Foto: Emil bzw. Josef Fischer oder unbekannt
PB 53_Gp b2_1-3 Reispergasse in Hermannstadt mit Müller-Haus (Nr. 11, links) Foto: Emil bzw. Josef Fischer oder unbekannt
PB 54_Gp a2_1-1 Schlosseingang und Brücke in Vajdahunyád/Hunedoara Foto: unbekannt
PB 57_Gp a2-3a Croquet-Spiel (auf dem Pfarrhof in Marktschelken?), v. l.: 1. Arnold Müller (?), 2. Hedwig Waadt, 3. Hulda Silex oder Martha Weiss Foto: unbekannt
PB 57_Gp a2_1-6 Zwei Frauen (v. l.): Hedwig Müller, geb. Kaufmann, Pfarrfrau in Marktschelken, und eine Unbekannte (evtl. eine ihrer Schwestern, Agnes oder Adele) Foto: unbekannt
PB 60_Gp a2_2-2 Zwei Szeklerinnen in Tracht Foto: vermutlich Karl Friedrich Wester
PB 60_Gp a2_4-6 Rumänische Mutter mit Töchtern Foto: vermutlich Karl Friedrich Wester
PB 60_Gp a2_5-4 Sächsische Mädchen und k. u. k.-Soldat mit Stichwaffe Foto: vermutlich Karl Friedrich Wester
PB 76_Gp a1_1-8 Kokelburg, Lithografische Anstalt von Winckelmann & Söhne, Berlin Foto: unbekannt
PB 77_Gp a2_1-1 (Hochzeits-?) Gesellschaft vor ev. Kirche in Hamlesch Foto: unbekannt
PB 77_Gp a2_1-2 Landler-Festgesellschaft mit Blasmusikkapelle und Köchinnen Foto: unbekannt
PB 78_Gp a2_1-4 Erdölfeld (bei Câmpina?) Foto: unbekannt
PB 78_Gp a2_1-11 Strohgedecktes Haus (im Donaudelta?) Foto: unbekannt
PB 79_Gp a2_1-12 Schatzkästlein auf dem Kleinen Ring in Hermannstadt Foto: Emil bzw. Josef Fischer oder unbekannt
PB 79_Gp a2_1-18 Armbrustergasse / Ecke Wintergasse in Hermannstadt Foto: Emil bzw. Josef Fischer oder unbekannt


Veduten-Sammlung

Seit Ostern 2012 kann sich die Siebenbürgische Bibliothek über den Zugang eines besonderen Schatzes freuen: Es ist die aus etwas mehr als 300 Kupferstichen bestehende Veduten-Sammlung des am 16. November 2001 verstorbenen Dr. med. Horst Moeferdt, die nach einstimmigem Beschluss des Familienrates der Siebenbürgischen Bibliothek gespendet wurde. Wir gehen davon aus, dass es sich dabei um eine der größten und vollständigsten Sammlungen siebenbürgischer Motive außerhalb des Brukenthal-Museums (Hermannstadt) handelt. Neben den allgemein bekannten Ansichten Ludwig Rohbocks enthält die Sammlung auch zahlreiche und seltenere Motive unbekannterer Künstler bzw. Stecher. Die Sammlung umfasst Ansichten von Landschaften, Ortschaften, Gebäuden, Denkmälern, Persönlichkeiten, aber auch Wappen, einen Stadtplan Hermannstadts, Meister- und Gesellenbriefe mit Stadtansichten sowie einige wenige historische Fotografien. Einen Schwerpunkt bilden Ansichten von Hermannstadt. Vervollständigt wird die Sammlung durch einen Katalog, dessen Karteikarten neben der bibliographischen und physischen Beschreibung auch ein Foto des jeweiligen Motives, jedoch keine gemeinsame Konkordanz oder Signatur enthalten. In seinen letzten Lebensjahren strukturierte Dr. Moeferdt die Sammlung teilweise um, so dass die Reihenfolge der Veduten mit derjenigen der Karteikarten bedauerlicherweise nicht mehr übereinstimmt. Die Umstände des Transports sowie zwar fachgerechte, wenngleich zunächst provisorische Lagerung kommen hinzu. Aus diesen Gründen bleibt die Veduten-Sammlung bis zur vollständigen Erschließung von der Benutzung ausgeschlossen. Zusammen mit den Kupferstichen kamen auch große Bestände der Moeferdtschen Bibliothek ins Haus. (ChR)

Rechnungen siebenbürgisch-sächsischer Städte aus der Frühen Neuzeit digital erfasst

Digitale Fotografierung von Archivgut dient zwei grundlegenden Zwecken. Einerseits sichert sie durch Kopierung die Information und macht sie gewissermaßen unabhängig von seinem Datenträger, dem oft von Feuchtigkeit und Tintenfraß beschädigten Papier oder Pergament. Andererseits verlieren die oft recht schweren Folianten ihr Gewicht, werden am PC aus der Ferne benutzbar – was im Falle des vorliegenden Projektes nach § 96 BVFG vor allem späteren Editionen städtischer Rechnungen und ihrer wissenschaftlichen Auswertung zugute kommen soll.

Das städtische Rechnungswesen der urbanen Zentren der Siebenbürger Sachsen stellt eine der Hauptüberlieferungsstränge im archivalischen Erbe dieser Bevölkerungsgruppe in der Frühen Neuzeit Siebenbürgens dar. Das Urkundenwesen, das für die mittelalterliche Geschichte der Region von zentraler Bedeutung war, wird im Reformationszeitalter zunehmend von anderen Aktengattungen ersetzt, worunter die städtischen Rechnungen mit an erster Stelle zu nennen sind. Wirtschaftlicher Auf- und Abstieg einer Stadt, ihre Positionierung in den Machtkämpfen um das nach der Niederlage von Mohács von 1526 im Entstehen begriffene Fürstentum Siebenbürgen, bis hin zu den horrenden Kosten, die von der Notwendigkeit zur Stadtbefestigung und zum Unterhalt von eigenen und fremden Söldnerheeren verursacht wurden, lassen sich über die verschiedenen Kategorien der städtischen Rechnungen nachvollziehen.

In einem früheren Versuch zur digitalen Erfassung der sich in der Frühen Neuzeit immer deutlicher konstituierenden Institutionen der Siebenbürger Sachsen (v.a. Stadtverwaltungen und kirchliche Kapitel) und ihrer zentralen Archivstücke, wurden auch Rechnungen zu Hermannstadt und Kronstadt mit berücksichtigt (siehe: „Quellen aus dem 15.-19. Jahrhundert“). Im Anschluss daran sollte nun das städtische Rechnungswesen als solches möglichst für die gesamte Frühe Neuzeit in Siebenbürgen systematisch erfasst und digitalisiert werden. Im Rahmen der Recherche für das vorliegende Projekt musste jedoch festgestellt werden, dass das Rechnungswesen der anvisierten Städte Bistritz, Hermannstadt, Klausenburg und Kronstadt eine Überlieferungsdichte aufweist, die die gegenwärtigen Möglichkeiten bei weitem übersteigt. Um Vollständigkeit bis ins 18. Jahrhundert zu erreichen, wäre es erforderlich, zu jeder Stadt gesondert ein Digitalisierungsvorhaben zu unternehmen. Heuer konnten für Hermannstadt und Bistritz Rechnungen aus der Zeitspanne 1461-1557 erfasst werden. Für die Stadt Klausenburg konnten keine Rechnungen digitalisiert werden, da diese bereits mikroverfilmt sind und in der Regel nur als Mikrofilme ausgegeben werden. Die Leitung des Klausenburger Staatsarchives hat jedoch in Aussicht gestellt, in Bälde digitale Abzüge der Klausenburger Stadtrechnungen zur Verfügung zu stellen. Für die Stadt Kronstadt konnten aus der Serie der Prokuratoren/Schaffner bzw. Baurechnungen, aus jener der Villicats- bzw. Hannenrechnungen, der Allodialrechnungen unter Einschluss aller Orte des Burzenlandes sowie der Törzburger Kastellansrechnungen digitale Aufnahmen für die Zeitspanne 1504-1762 erstellt werden. Insgesamt wurden rund 10.300 Fotografien erstellt.

Die digitalisierten Quellen sind online über die Homepage des Siebenbürgen-Instituts (E-Transylvanica) recherchierbar . Digitale Kopien können über die Siebenbürgische Bibliothek in Gundelsheim ausgefolgt werden.

Lagergrundbuch der Reener Schüler

Ein eher ungewöhnliches Dokument von der Flucht der Nordsiebenbürger Sachsen im Herbst 1944 ist unlängst in den Besitz des Siebenbürgen-Instituts gelangt. Es handelt sich um die Kopie eines sogenannten Lagergrundbuchs (heute würde man in Deutschland Lehrertagebuch bzw. in Rumänien Katalog sagen), geführt vom damaligen Reener Gymnasiallehrer Karl Gellner.

Die Flucht aus Sächsisch-Reen im September 1944 sollte, wie Gellner in einem Begleitbrief die damaligen Überlegungen der Lehrer beschreibt, den Unterricht der Schuljugend möglichst nicht gefährden. Die Lehrerschaft der erst im Vorjahr gegründeten Deutschen Lehrerbildungsanstalt nahm deshalb eine Einladung zu einer "Kinderlandverschickung" wahr und zog zusammen mit ihren Zöglingen geschlossen in den Raum Reichenberg in Böhmen, wo ein "Deutsches Gymnasium Nordsiebenbürgen" bis März 1945 als Lagerschule funktionierte. Über die Schüler und ihre Leistungen, aber auch über das Wirtschaftspersonal und die Küchenvorräte wurde ordentlich Buch geführt. In den folgenden Monaten musste das Schülerlager kriegsbedingt aufgelöst werden. Im Sommer 1945 organisierte ein Teil der Reener Lehrer mit Hilfe des Österreichischen Roten Kreuzes einen Vorbereitungskurs für die erste Absolventenklasse, die es den jungen Leuten ermöglichte, ein ordentliches Abschlusszeugnis zu bekommen.
Die Papierkopien des "Lagergrundbuchs" samt Begleitbrief sowie einem erklärenden Kurzbericht von Karl Gellner über das Lagergymnasium, ebenso die Kopie eines Berichts über die Flucht der Reener im September 1944, geschrieben vom damaligen Kreisleiter und Treckführer Andreas Schell, wurden dem Siebenbürgen-Archiv von Dr. Fritz Frank, Linz, übergeben. (AW)

Archivalien der Sektion Schulgeschichte

Professor Walter König (Reutlingen) hat 2009 dem Siebenbürgen-Institut ein Konvolut von Archivalien aus der Sammlung der Sektion Schulgeschichte des AKSL übergeben. Es handelt sich um: das "Große Gesetzbuch" des Hermannstädter Coetus Seminarii (vor 1912 angelegt und bis 1938 geführt), das "Unterrichtsbuch" der Hermannstädter Seminaristen (von 1935 bis 1939), zwei "Protokollbücher" der Handballmannschaft des Seminars, mit Berichten über die Spiele von 1933 bis 1948. Fotoalben dokumentieren erlebnisreiche Schulreisen (der Mediascher Schüler 1954 und der Schäßburger Bergschüler 1930 und 1960). Ein "Gedenkbuch" der Volksschule in Kleinprobstdorf (mit einer Ortschronik), verfasst vom ehemaligen Rektor Johann Schnell, sowie eine Chronik der Repser Schule 1944-1983 von Hedwig Kellner sind in Fotokopie im Konvolut vorhanden, ebenso die "Erinnerungen aus Kindheit und Jugend" von Harriet Schuller, geb. Bergleiter. Das Kernstück der Schenkung ist der Schriftennachlass von Andreas Kloos.

Der Nachlass von Andreas Kloos

Der Nachlass des ehemaligen Mediascher Lehrers und Schuldirektors Andreas Kloos (1915-1998), den Professor Walter König dem Siebenbürgen-Institut überbrachte, enthält u. a. Briefe an und von Kloos, Reden und Zeitungsausschnitte, amtliche Schreiben sowie einen die Sammlung strukturierenden und erklärenden Bericht ("Aus meinem Leben"). Kloos erarbeitete 1948 laut eigener Aussage gemeinsam mit Franz Lux (Banat), Doris Hensel (Hermannstadt) und Wolf von Aichelburg (damals Mediasch) die ersten Gymnasiallehrbücher für den Unterricht in deutscher Literaturtheorie und -geschichte an den neuen Staatsschulen. Diese Lehrwerke (vier Bände) erschienen 1949 im Bukarester Staatsverlag ohne die Namen ihrer Autoren. Kurz darauf übernahm Kloos auch die Erarbeitung der Deutschlehrbücher für die Allgemeinschule (zusammen mit  Egon Machat, Maja Breckner, Grete Klaster-Ungureanu und Sevilla R?ducanu). Diese Lehrbücher waren, immer wieder neu aufgelegt und z. T. abgeändert, bis Anfang der 1970er Jahre im Gebrauch. Zwei Jahre lang war Kloos auch Schulinspektor für das deutsche Schulwesen im Gebiet der Großen und Kleinen Kokel, nach der Verwaltungsreform von 1950 wirkte er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1975 als Gymnasiallehrer und viele Jahre auch als Schuldirektor in Mediasch. Danach stellte er sich in den Dienst der evangelischen Kirche und wurde 1976 zum Bezirkskirchenkurator gewählt, ein Amt, das er bis zu seiner Aussiedlung nach Deutschland im Jahr 1982 innehatte.


Nachbarschaftsbuch der Heltauergasse erworben

In den Besitz der Siebenbürgischen Bibliothek ist dank der Unterstützung des Fördervereins und der Heimatgemeinschaft Hermannstadt eine Handschrift mit großer Bedeutung für Hermannstadt und das gesamte Siebenbürgen gelangt.

Der Titel der Handschrift lautet Der Niederster Heltner Gäßer Nachbarschafts Matrikel. Sie gliedert sich in vier Kapitel:

1. Die „Nachbarschafts Artikel nach welchen jeder Nachbar und Nachbarin leben muß“;
2. Die Tätigkeit der “NachbarHannen und BrunnenMeister“ (sie waren u. a. für die Verwaltung der Finanzen zuständig);
3. Der Kauf und Verkauf von Häusern (hier werden viele bekannte Patrizierfamilien erwähnt);
4. Die Spenden der Hauserwerbenden.

Das Nachbarschaftsbuch wurde im Jahre 1700 angelegt, die letzten Einträge stammen aus dem Jahr 1848. Sein Umfang beläuft sich auf etwa 100 beschriebene Seiten.

Der Zustand der in Leder gebundenen Schrift ist außerordentlich gut. Sie stellt eine sehr interessante Quelle zur Wirtschafts-, Sozial- und Alltagsgeschichte Hermannstadts dar und behandelt eine der bedeutendsten Straßen der Stadt. (GV)

Hetzeldorfer Schenkung

Die Hetzeldorfer HOG hat dem Siebenbürgen-Institut eine Mappe mit den Akten der Marktgässer-Nachbarschaft überantwortet. Sie enthält u. a. Nachbarschafts-Artikel mit handschriftlichen Einträgen aus den Jahren 1794 und 1806, eine Kundmachung von 1834, etliche Namenslisten mit der Übersicht der fälligen Zahlungen. Ebenso befinden sich darin die „Artikel“ (Satzung) der Hetzeldorfer Bruderschaft von 1792 und ein Bruderschafts-Statut von 1870.

Über 3000 Burzenland-Fotografien digitalisiert

Geschätzte 8.000 Abzüge, Glasnegative und Dias mit Abbildungen aus Kronstadt und dem Burzenland befinden sich im Fotoarchiv des Siebenbürgen-Instituts (SI). Nicht ganz die Hälfte davon ist aufgrund eines Kooperationsvertrags zwischen dem SI und der Honterusgemeinde in Kronstadt von Jutta Fabritius digitalisiert worden und soll ab Mitte des Jahres sowohl im Archiv der Honterusgemeinde in Kronstadt als auch in Gundelsheim zugänglich sein.

Der größte Teil der Bilder stammt von den drei weithin bekannten Kronstädter Fotografen Marie Gebauer, die ihr Atelier um 1912 eröffnete, Heinrich Gust (1887-1969) und Oskar Netoliczka (1897-1970). Bedeutende Bestände sind diejenigen von Emil Fischer und Veronica Filimon. Josef Glatzl, ein Österreicher, der lange in seiner Wahlheimat Kronstadt gelebt hat, fotografierte in den 1930er Jahren Kirchenburgen, Kirchgang, Flugvorführungen und Volksfeste. Ein großer Bestand ist der von Heinrich Gust - hier findet man von Skiwettkämpfen bis zu Gebäuden und Personen ein breites Spektrum an Themen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen seine Industriefotografien. Umfangreich ist auch die Sammlung von Marie Luise Schuster, die ihr Leben als Lehrerin bei zahlreichen schulischen Anlässen dokumentierte. Eine Sonderstellung nehmen die Foto-Text-Dokumentationen von Wilhelm Gunesch ein, der seine Heimatstadt und Auszüge aus ihrer Geschichte in den 1980er Jahren in Bildern und sehr persönlichen Texten festgehalten hat. Nicht unerwähnt bleiben soll der umfassende fotografische Bestand der "Denkmaltopographie Siebenbürgen", der z. T. veröffentlicht wurde.

Archiv der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Österreich

Ein maßgeblicher Teil des Archivs der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Österreich ist seit November 2008 im Oberösterreichischen Landesarchiv (OÖLA) einsehbar. Es handelt sich um etwa 15 Laufmeter Schriftgut, das sich durch die Vereinstätigkeit der in Oberösterreich ansässig gewordenen Nordsiebenbürger auf Landes- und Bundesebene aus der unmittelbaren Nachkriegszeit und bis zum Jahr 2000 bei Obmann Dr. Fritz Frank angesammelt hatte und nunmehr in 42 Kartons geordnet zur historischen Aufarbeitung bereitliegt. Das Inhaltsverzeichnis liegt im Siebenbürgen-Institut vor, kann aber auch online auf der Homepage des OÖLA eingesehen werden.

Besondere Fundstücke dürften die Personaldokumente aus der Kriegszeit und unmittelbaren Nachkriegszeit sein (Wohnungsanweisung, Identitätskarte, viersprachiger Personalausweis, Aufenthaltserlaubnis, Betreuungskarte der Zentralberatungsstelle der Volksdeutschen u. a.). Ebenso eine Erfassungsliste von nahezu 11.000 Siebenbürger Sachsen, die sich 1952 für eine Übersiedlung aus Österreich ins Ruhrgebiet im Rahmen der sogenannten Kohlenaktion eintragen ließen. Aufbewahrt sind aber auch die Protokolle und Berichte der Vereinssitzungen auf Bundes- und Landesebene, Satzungsentwürfe und Satzungen, Eingaben zu Entschädigungs- und Pensionsfragen, Unterlagen und Berichte über die Kontakte zu österreichischen und rumänischen Behörden, die Dokumentation der seit 1948 in Wels abgehaltenen „Heimattage“ u.a.m.

Das Verzeichnis des landsmannschaftlichen Archivs findet man über den Suchverlauf: www.landesarchiv-ooe.at → Bestände → Weitere Bestände → Vereinsarchive → Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Oberösterreich → Verzeichnis.

Tagebücher Otto Folberth

Der Schriftsteller und Publizist Otto Folberth (1896-1991) hatte mit 14 Jahren begonnen, Tagebuch zu führen. 1990 machte er seine letzten Einträge. Eine persönliche Chronik aus 80 Jahren dokumentieren die Tagebücher des wortgewandten Mediaschers, der an zwei Weltkriegen teilgenommen und die politischen und sozialen Veränderungen in Siebenbürgen und Mitteleuropa zwischen den Weltkriegen erlebt und aufgezeichnet hat. Die Tagebücher wurden unlängst dem Siebenbürgen-Institut von dem in Südamerika lebenden Sohn Paul Folberth im Original und in digitaler Transkription geschenkt. Sie können im Archiv des Instituts in Gundelsheim, Schlossstraße 41, eingesehen werden. Ebenso die digitale Kopie einer Website, die Paul Folberth mit den Kriegsberichten seines Vaters zeitweilig im Internet unterhalten hat.

Der gesamte Nachlass des Otto Folberth einschließlich der Tagebücher ist seit Juli 2016 in einem Findbuch erfasst und online recherchierbar.

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